Dies ist ein Beitrag im Rahmen des Karnevals der Rollenspiel-Blogs, den clawdeenspielt für den Wahl-Monat September ausgerufen hat. Meine Qual der Wahl ist derzeit die Auswahl eines Spielsystems – noch weit bevor ich mich mit einer Gruppe, Charakteren oder Ausrüstungen beschäftige.

Nachdem ich also beschlossen habe, dass ich wieder ein RPG spielen möchte, habe ich mir natürlich erst einmal einen Überblick über die aktuelle Systemlandschaft verschafft. Glücklicherweise ist heute die Veröffentlichung von Rezensionen, Unboxings, Besprechungstexten, Videos, Let’s play’s, Podcasts und ähnlichem im Internet ohne Probleme möglich. So ist die generelle Suche nach Informationen nahezu trivial, man muss eigentlich nur die Zeit finden, das ganze Material zu sichten. Durch mein Brettspielhobby bin ich ohnehin schon auf den richtigen Quellen zuhause.

Schon nach dem 2. oder 3. System, dass ich mir anschaue, erfasst mich der Perfektionismus. Hier ist das Setting nervig, dort die Berufe zu statisch. Hier tropft der Fantasie-Käse von der Wand, dort ist man wieder zu sehr eingesperrt in eine Rahmengeschichte, im nächsten System gibt es so gut wie überhaupt keinen Spielwelt-Hintergrund. Aber: Wenn man nur Regelwerke liest, um das richtige Spiel auszusuchen, sitzt man niemals am Spieltisch. Und dabei habe ich noch nicht mal angefangen, eine Gruppe oder Mitspieler zu suchen.

Es gibt etliche Seiten, Videos und Blogposts, die den Einstieg beschreiben. Der Tenor ist jedoch: „Such‘ Dir eine Gruppe und spiel!“ – Ich bin jetzt noch einmal 1 Woche geschäftlich unterwegs, danach werde ich mir 1 oder 2 Systeme vornehmen (heißer Tip derzeit: Savage Worlds, Arcane Codex), eine Gruppe suchen und in eine Online-Runde einsteigen.

Wie ich die Wahl eines Systems treffe

Irgendwann muss es auch mit dem Perfektionismus vorbei sein. Ein guter Freund sagt immer: „Better done than perfect!“ Auch wenn ich diesem Ausspruch manchmal widerspreche, ich erkenne doch den Wert, der darin liegt: Manchmal muss man einfach eine Entscheidung treffen und etwas tun, auch, wenn es noch nicht perfekt ist. Erst dann erfährt man, ob man auf dem richtigen Weg ist.

In diesem Sinne ist es für mich immer am einfachsten, wenn ich mir eine zeitliche Grenze setze. Ein festes Datum mit Uhrzeit: Dann treffe ich meine Entscheidung unter der Berücksichtigung aller Erkenntnisse, die ich bis dahin gemacht habe. Ich suche mir dann meist einen Zeitpunkt aus, der ausreichend Platz für eine Entscheidung bietet (kein Urlaub, aber auch nix Geschäftliches, keine Feiern oder Geburtstage). Am entsprechenden Tag schreibe ich dann irgendwann vorher noch einmal meine Optionen auf und drehe sie in meinem Kopf hin und her. Dann ist es soweit: Die Entscheidung wird getroffen.

Einige, wichtige Quellen, die mir bisher schon bei der Suche sehr geholfen haben, will ich aber trotzdem hier aufführen:

Ich kann gar nicht betonen, wie sehr ich den Mädels und Jungs für ihre Mühen danke, die sie in ihr Hobby und die Publizierung der Beiträge stecken!