Am nächsten Wochenende feiert die Welt den Tabletop Day 2017. Nun, zumindest ein paar Verrückte werden ihn feiern. Da aber einige Freunde nächste Woche keine Zeit haben, waren wir noch ein bisschen verrückter und feierten schon einmal vor – letzten Samstag. Also ging es früh mit einer großen Auswahl von Spielen und allerlei technischem Gerät nach Köln.

Gepackt für den Tabletop Day 2017Dort angekommen kam zunächst Terraforming Mars auf den Tisch. Für mich nach wie vor ein Glanzlicht des letzten und dieses Spielejahres. Seitdem ich dieses Spiel spiele, ist es mir noch nie gelungen, zwei unterschiedliche Strategien nahtlos aneinanderzureihen. In Grundzügen schon, aber meist stimmte das Kartenglück nicht ganz oder ich musste mich doch erst auf einen Mitspieler konzentrieren. Diesmal war es anders. Die erste Spielhälfte setzte ich ein Bewässerungsplättchen nach dem anderen. Während meine Mitspieler sich auf die Temperaturleiste stürzten, konnte ich langsam meine Pflanzenproduktion ankurbeln und just nach dem Legen des letzten Wasserplättchens komplett auf die Steigerung des Sauerstoff-Gehalts umsatteln.

Istanbul

Dann gab es Rüdiger Dorns Istanbul. Ich hatte das Spiel schon länger nicht gespielt und stolperte mich durch meine Erklärung, die ich notbedürftig mit Wissen aus der Anleitung anreicherte. Aber nach 2-3 Zügen wussten alle, was zu tun war. Die Partie war schnell und spaßig gespielt. Wir waren mit 4 Spielern unterwegs und bei 4 oder 5 entfaltet das Spiel meiner Meinung nach noch einmal eine ganz besondere Wirkung. Wie immer ging es knapp aus. Kurz darauf wären alle anderen – auch die Anfänger – auch fertig geworden. Ein tolles Spiel.

Istanbul

Orléans

Zum Abschluss gab es Orléans. Das ist immer noch eines meiner Lieblingsspiele. Es mußte viel erklärt werden. Ich hatte damals beim Einstieg den Vorteil, dass mir die Building-Mechanik aus Dominion hinreichend bekannt war. Dennoch kann ich mich erinnern, wie schwer mir damals die Suche nach einer Strategie gefallen war. Ich konnte also das Zögern der anderen Spieler gut verstehen. Nach dem Spiel gab es viel Manöverkritik. Eine Diskussion um Möglichkeiten und Strategien entstand – Zeichen genug für mich, dass das Spiel gut angekommen war.

Nächste Woche

Schon in einer Woche folgt dann der echte Tabletop Day 2017. Auch dieser wird gefeiert. Ich freu‘ mich schon.