Die ersten 30 Minuten auf der Messe sind entscheidend. Wer hier nicht auf die Sekunde plant, der wird 4 Tage lang seinen Sehnsüchten hinterher rennen. Bei den Japanern ist doch immer so schnell alles weg. Und wehe, wenn ich nicht schon am Donnerstag alle Promos in der Tasche habe. Also: Tickets vorbestellt und ausgedruckt? Anfahrt und Parken geklärt? Hallenplan ausgedruckt? Dann kann’s ja losgehen.

Die Türen öffnen sich

Am Südeingang startet man mit einem Sprint in Halle 1. Vorsicht: Rechts halten, sonst landet man in der Heidelberger-Auslage. Links am großen Queen Games-Stand vorbei und zielstrebig zum Hallenausgang zu Halle 2. Dort am Sammelstand Board and Dice S.C. und Games Workshop vorbei. Im E-Trakt hält man sich etwas links und landet bei Hunter und Cron (2-E106), um sich eines der neuen T-Shirts zu sichern und den Jungs eine erfolgreiche Messe zu wünschen. Nur nicht Händeschütteln! Man muss schließlich noch 3,9 Tage gesund bleiben.

Nur weiter in die Richtung, durch die Galerie. Noch nicht von Hunger geplagt, werden die leckeren Stände passiert. Durch den zweiten Eingang auf der linken Seite in die Halle 4 und dort am südlichen Rand in den unteren Quergang. Jetzt wird’s hart, denn man muss an vielen, kleinen und wahrscheinlich interessanten Ständen vorbei. Standhaft bleiben! Der 9. Stand auf der rechten Seite (4-D120) ist dann endlich die Edition Spielwiese, der neu gegründete Verlag aus Berlin, der mit Cottage Garden direkt einen Rosenberg am Start hat. Einpacken.

Halle 4 – da war doch noch was?

Wenn wir schon in der 4 sind, dürfen wir uns zwei weitere Schmankerl nicht entgehen lassen. Genau am nördlichen, praktisch gegenüberliegenden Rand der Halle (4-A113) gibt es einen weiteren neu gegründeten Verlag: Game’s up. Mit dabei: Ein sehr düster, aber toll aussehendes The Arrival von Martin Wallace (Discworld: Ankh-Morpork, Hit Z Road). Anschauen und vielleicht auch einpacken, auf jeden Fall viel Glück wünschen. Direkt gegenüber auf 4-A114: nikamundus mit Aurimentic von Nicolas Friedrich, illustriert von Thalia Brückner. Auch anschauen.

Entscheidungen, Entscheidungen

Was jetzt? Weiter Spiele oder Promos? Wir entscheiden uns, über die Halle 3 wieder in die 1 zu gehen – wo die großen Stände warten. In Halle 3 stehen ohnehin die meisten Stände der Spiele auf unserer Liste. Also zurück in die Galerie, auf zum nordwestlichen Ende und dann südlich in die 3. Wir kommen von Norden rein und landen direkt vor ein paar hochattraktiven Internationalen. Unter anderem auch Portal Games, die haben 51st State dabei. Im Trakt M stehen Pegasus und Friedemann Friese. Oh, my! An 3-P124 ist der Schwerkraft-Verlag mit Oben und Unten. Die Taschen sind voll. Das Geld reicht gerade noch für ein überteuertes Hot-Dog. Und wir waren noch nicht einmal in Halle 1. Wo stand noch mal das Auto? Und wo ist hier ein Geldautomat?

Ein Blick auf die Uhr: Zehnuhrdreißig. Glücklicherweise geht die Messe noch fast 4 Tage.